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Das Schicksal der Bauernhofkatzen


Heute möchte ich auf etwas aufmerksam machen, was leider viel zu wenigen Menschen in Deutschland bewusst ist. Das es im Ausland viel Tierleid auf den Straßen gibt, weiß fast jeder, aber wissen Sie auch, dass es auch hier in Deutschland viele arme Fellnasen gibt, die Ihr Leben auf der Straße verbringen - Krank und hilflos? Ich rede jetzt nicht von den vielen Streunerkatzen in Deutschland. Da gibt es noch eine ganz andere Unbekannte - Bauernhofkatzen!

Was hat es mit den Bauernhofkatzen auf sich?

Katzen sind auf Bauernhöfen gerne gesehen, da sie den Mäusen auf den bewirtschafteten Flächen den Garaus machen. Von außen hat man den Anschein, dass es den Katzen auf den Höfen gutgeht und von den Bauernhofbesitzern versorgt werden. Aber schaut man mal genau hin, sieht man, dass das in vielen Fällen leider nicht der Fall ist. Mir war das Ausmaß auch nicht bewusst, bis ich in diesem Jahr Urlaub auf einem Bauernhof gemacht habe und das Leid einer trächtigen Katze und ihren Babys miterleben musste.

Babys ohne Ende - aber wohin damit?

BauernhofkatzeEin vor dem Tod bewahrtes Junge der Bauernhofkatzen

Auf dem Bauernhof lebten drei Katzen und ein Kater. Alle unkastriert und in einem katastrophalem gesundheitlichen  Zustand! Eine Katze war auch noch hochträchtig! Ich habe mich dann mit den Bauernhofbesitzern unterhalten und habe dann die folgenden Aussagen erhalten, die mich schockiert haben:

  • Wir kastrieren unsere Katzen nicht, da es zu teuer ist. Die meisten Katzen sind so unvorsichtig, dass sie nicht alt werden. Die laufen irgendwann eh unters Auto.
  • Die Babys werden direkt nach der Geburt 'entsorgt', sprich ertränkt oder es wird ihnen der Hals umgedreht

Meine Recherchen haben gezeigt, dass es so auf vielen Bauernhöfen gehandhabt wird. Die Katzen werden weder sterilisiert noch kastriert; sie pflanzen sich also beliebig fort. Eine Katze bekommt zweimal pro Jahr bis zu sechs Junge, die dann in den meisten Fällen (solange sie die Augen noch geschlossen haben) getötet werden. Manchmal überlässt man den Wurf der Mutter und falls dabei zu viele überleben (natürliche Auslese durch Unterernährung und Krankheit) wird der Überschuss im besten Fall weitervermittelt.



Ich habe mich in diesem Fall darum gekümmert, dass der Wurf überlebt. Bei Facebook bin ich auf die Suche nach jemanden gegangen, der die Babys aufnimmt. Ausserdem habe ich eine Tierschutzorganisation im Ort ausfindig gemacht, die angeboten haben, die Tiere kostenlos zu kastrieren.

Wie die Katzen auf den Höfen leben

Die Katzen leben Ihr ganzes Leben lang draußen. Um ein Dach über dem Kopf zu haben, verkriechen sie sich in Ställen, wo die hygienischen Umstände nicht gerade optimal sind. Gefüttert werden sie nur so viel, dass sie überleben. Sie sollen sich ja schließlich noch die Mäuse fangen, die über den Hof huschen. Einen Tierarzt sehen die Katzen so gut wie nie, daher sind die meisten mit Flöhen und Zecken übersäht und im schlimmsten Fall auch noch krank.

Was wir tun können?

Das Wichtigste ist: Nicht wegschauen! Eine Kastrationspflicht und dementsprechende Kontrollen wären die beste Möglichkeit, dass nicht noch mehr süße Fellbündel so einem Leben fristen müssen. Also bleibt uns nur eine Möglichkeit: Immer wieder die Menschen auf diese Mißstände hinzuweisen. Also bitte ich Sie, teilen Sie meine Geschichte und machen Sie damit noch mehr Leute auf die Bauernhofkatzen aufmerksam, damit die richtigen Maßnahmen doch noch ergriffen werden.

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